Was schreibe ich auf eine Trauerkarte/ Kondolenzbrief

Nichts ist schwieriger als Hinterbliebenen unsere Trauer ausdrücken. Sei es, daß wir selber so durch den Verlust getroffen sind oder wir „nur“ den Hinterbliebenen unser Mitgefühl ausdrücken wollen, obwohl wir den/die Verstorbene gar nicht gut kannten. Kurz, es fehlen uns die Worte. Aber das müssen sie überhaupt nicht, wenn man im Hinterkopf behält, daß diese Trauerkarte nur einen Zweck hat: Die Hinterbliebenen zu trösten.

Deshalb gibt es auch keine falschen Worte. Das Einzige was Sie falsch machen können ist, sich nicht zu melden und nichts zu sagen. Je eher Sie die Kommunikation mit den Hinterbliebenen aufnehmen, um so eher verschwindet auch wieder das Gefühl des Unbehagens. Es gibt auch keinen falschen Moment für einen Kondolenzbrief. Denn ehrlich gesagt werden die Hinterbliebenen am Anfang der Trauerzeit mit Beerdigung, Behördengängen und Trauerbekundungen so in Atem gehalten, daß sie oftmals hinterher erst richtig in ein Loch fallen. Gerade in dieser Zeit ist es schön, wenn man einen Brief oder eine Karte bekommt, die einen tröstet und zeigt, daß der oder die Verstorbene nicht längst vergessen wurde.

Insofern lautet Punkt 1 dieses Ratgebers: Sie können nichts falsch machen.

2) Es steht nirgends geschrieben, daß die Wortwahl und auch das Motiv ihrer Karte unbedingt besonders Trauer umflort sein muß. Vielmehr ist es wichtig Wortwahl und Motiv auf das Wesen der Hinterbliebenen und der Verstorbenen auszurichten. Bleiben Sie auch sich selber treu.

3) Es sollte ein Gefühl der Wärme, Geborgenheit für die Hinterbliebenen und positive Erinnerung an den/ die Verstorbene entstehen.

4) Wenn Sie in ihrer Karte selber zuviel Trauern geben Sie den Hinterbliebenen das Gefühl, daß sie Sie trösten müssen. Also stellen Sie Ihre Trauer nach hinten und fokussieren Sie sich auf den/ die Hinterbliebene. Sie wollen mit diesem Beileidsschreiben unterstützen und nicht belasten.

5) Deshalb ist die Form der Trauerkarte, des Kondolenzbriefes auch besser als ein Anruf oder ein Besuch (außer Sie stehen sich sehr nahe) da die Betroffenen sich die Zeit selber aussuchen können, wann sie die Kraft haben sich mit den Kondolenzschreiben auseinanderzusetzen.

Tröstende >Trauerkarte: Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.Tröstende Trauerkarte: Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde. Anselm von Canterbury Tröstende Trauerkarte: Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf. William ShakespeareTröstende Trauerkarte: Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vorüber. Lächeln, dass sie gewesen! Konfuzius

6) Der Aufbau:

  • Beginnen Sie nach der persönlichen Anrede direkt mit Ihrer Kondolenz. Vermeiden Sie dabei so schwülstige Formulierungen wie: In tiefer Trauer haben wir heute vom Tode Ihrer Frau Mutter erfahren… Das zeigt im schlimmsten Falle Ihre Verzweiflung und im Besten lässt es die Hinterbliebenen laut lachen, was in sich ja schon wieder einen tröstenden Moment bietet.
  • Schreiben Sie normal!!! Hinterbliebene sind weder aussätzig, noch geistig umnachtet.
  • Erinnern Sie an einen schönen Moment. Lassen Sie das Bild der/des Verstorbenen noch einmal aufleuchten. Dadurch wecken Sie in den Hinterbliebenen positive Gefühle und erleichtern die Trauerarbeit.
  • Beenden Sie die Trauerkarte mit einem Satz des Mitgefühls und unter Umständen eines Hilfsangebotes. Allerdings vermeiden Sie es unter allen Umständen Hilfe anzubieten, die Sie so gar nicht leisten können. Das Letzte was die Betroffenen jetzt brauchen können sind falsche Hoffnungen.

7) Wenn Ihnen nun trotz allem noch die Worte fehlen, wählen Sie z.B. hier eine Trauerkarte mit tröstendem Text oder Trauer Zitat außen. Innen schreiben Sie z.B.:

Tröstende Trauerkarte: Kein Wesen kann in Nichts zerfallen, das Ewige regt sich in allem. Goethe

  • Wir sind in Gedanken bei Euch. Fühlt Euch inniglich umarmt…
  • Mit tief empfundenen Beileid, ….
  • Mit diesen tröstenden Worten möchten wir unsere stillen Gedanken an (der/ die Verstorbene) ausdrücken und unser tiefes Beileid aussprechen.
  • Wir fühlen und trauern mit Ihnen, …
  • Sprachlos und in stiller Trauer, sind wir im Herzen bei Ihnen …
  • Wir denken an (den/die Verstorbene) und trauern mit Euch …
  • In aufrichtiger Trauer und herzlichem Mitgefühl, …
  • Unsere Familie trauert mit Ihnen, Ihre …
  • Bitte erlauben Sie uns, Ihnen und Ihrer Familie unsere aufrichtige Anteilnahme auf diesem Wege zu übermitteln. Mit stillen Grüßen …
  • Wir wünschen Ihnen die Kraft den großen Verlust von (der/die Verstorbene) zu bewältigen. In stiller Verbundenheit …
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Comments
2 Responses to “Was schreibe ich auf eine Trauerkarte/ Kondolenzbrief”
  1. mtwde sagt:

    Danke für die hilfreichen und übersichtlichen Informationen zu den Trauerkarten. Zum Glück muss man diese nicht jeden Tag schreiben und kann so nachschauen.

  2. Mandy sagt:

    ich brauche dringend informationen, ich bin damit beauftragt wurden einen eine Trauerkarte für für die verstorbene erzieherin aus dem Kindergarten meines Sohnes zu schreiben.
    sie ist 28 jahre als gewesen und alle kinder der gruppe sind traurig das sie nie mehr wieder kommen wird, aber wie die rechten worte finden das fällt mir ein wenig schwer.

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