Über den richtigen Umgang mit Messer und Gabel

Liebe Leser – dieser Artikel ist ein Anliegen. Jedes Mal, wenn ich in einem Restaurant oder in einer Kantine sitze, bekomme ich Magenschmerzen ob der physischen Vergewaltigung von Messer und Gabel. Insbesondere die Gabel trifft es immer besonders hart. Sei es als Relikt einer Ideologie, als Gabeln noch das teuflische Instrument und der Ausdruck französischer Dekadenz waren oder weil selbst Luther kein Freund des gezackten Hilfsmittels war. Ich verstehe es nicht – der Deutsche in der Mehrheit scheint Gabeln bis heute nicht zu schätzen.

© Axel Haack

© Axel Haack „Zupacker“

© Axel Haack

© Axel Haack „Egoist“

Und dann fand ich Herrn Haacks Artikel: Kleine Stilkunde: Wie halte ich die Gabel richtig?  Es scheint Sie also doch zu geben: Menschen jenseits des Knigges, die sich mit der Gabel beschäftigen.

Herrn Haack gefiel es die Gabelhalter zu kategoriesieren … vom Pedanten, zum Egoisten, über den Snob bis hin zum Zupacker. Der freundlichen Beschreibung des „Zupackers“ entnehme ich, daß er sich als einen solchen sieht. Herr Haack ist wie der Name schon sagt ein Mann. Da fragt man sich als Frau schon, ob der denn nichts von Physik versteht?

So wie die arme Gabel in beiden Beispielen gehalten wird, könnte es auch glatt ein Löffel sein. Die Finger sind meilenweit davon entfernt eine optimale Druckumsetzungs Möglichkeit auf die Zinken zu haben. Das muß doch neben unansehnlich auch unangenehm sein. Die Hand verkrampft auf Dauer, da sie viel mehr Durck ausüben muß, als es nötig wäre, um eine Gurke aufzugabeln. Aber Zinken brauchen eben Druck, sonst können sie nichts aufspießen oder für das Schneiden festhalten. Für alle die es vergessen haben sollten, das ist die Bestimmung einer Gabel!

In meinem Artikel hier geht es nicht um Nebensächlichkeiten wie: „Darf ich eine Kartoffel schneiden?“ oder ähnliches. Sobald Sie ihr Besteck richtig halten, können Sie auch mit Charme überspielen, daß Sie ihren Fisch schneiden und nicht zerteilen. Ehrlich gesagt ist die Anzahl der Haushalte, die noch über Fischbesteck verfügen so schwindend gering, so daß dies eh bald ein zu vernachlässigendes Thema sein wird. Positiver Nebeneffekt der richtigen Gabel-Haltung: Sie verleitet weniger dazu „rum zu stochern“ und beleidigt nicht sofort jede Hausfrau die darin liest: Das schmeckt aber so wie es aussieht. Deshalb noch einmal in kurz zusammengefasst:

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Der WIRKLICH richtige Umgang mit Messer und Gabel:
  • Zum Schneiden werden die Gabelzinken nach unten gehalten.

  • Messer und Gabel werden von oben gefasst.

  • Mit dem Zeigefinger drücken Sie kurz oberhalb der Zinken/ der Messerschneide.

  • Die Gabel drehen Sie anschließend um und führen Sie zum Mund.

  • Mit dem Messer schneiden Sie locker, mit wenig Druck, hin und her

Und auch jetzt gibt immer noch die Physik den Ton an. Üben sie nicht zuviel Druck aus. Sie möchten ja den Teller nicht zerstören und das Fleisch nicht zerfetzen. Denken Sie einfach kurz ans Holzsägen. Üben Sie zuviel Druck aus, verkantet sich die Säge, sägen Sie aber locker und leicht zügig hin und her ist der Baum genauso schnell durch wie ihr Steak. Sie können das ja mit Freunden gemeinsam üben, hier finden Sie die passenden Einladungskarten zum Essen.

Wenn mich das alles zu einem Snob macht, lieber Herr Haack, dann bekenne ich mich hiermit dazu frei heraus. Sie Gabelvergewaltiger, Sie.

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